Team-Resilienz: Das Geheimnis robuster, optimistischer und lösungsorientierter Teams

Team-Resilienz

Brigitte Hettenkofer: „Team-Resilienz: Das Geheimnis robuster, optimistischer und lösungsorientierter Teams“

Inhalt des Buches Team-Resilienz

Erfolgreiche Teams halten Prozesse und Projekte konsistent, und zwar auch und gerade in unerwarteten Situationen. Das gelingt ihnen, weil sie lösungsorientiert agieren und damit handlungsfähig bleiben. Das Geheimnis ihres Erfolges besteht in der sogenannten Team-Resilienz, also der Widerstandsfähigkeit des gesamten Teams, die mehr ist als die Resilienzsumme seiner einzelnen Mitglieder. Unternehmen und sonstige Organisationen brauchen solche Teams, die nicht einfach zusammenzustellen sind. Sie müssen zudem miteinander wachsen, was mit ihrer inneren Struktur und ihrer Führung zusammenhängt. Es stellt sich die Frage, wie Teams so widerstandsfähig werden und wie sie resilient bleiben können. Diese Frage beantwortet Brigitte Hettenkofer in ihrem neuen Buch, das aufzeigt, wie die Unternehmens- und Teamleitung das Resilienzpotenzial eines einzelnen Teams aktivieren kann. Team-Resilienz ist beleibe kein Selbstläufer, sondern benötigt täglich neue Anschübe, damit sie erhalten bleibt und ihre Wirkung entfalten kann.

Allgemeines zum Thema

Das Thema der Team-Resilienz rückt seit einigen Jahren verstärkt in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen. Sie gilt inzwischen Kernkompetenz für Teams, um flexibel mit Krisen und Problemen umzugehen. Mit dieser Fähigkeit sind Teams nicht nur sehr effizient, sie stärken auch die Gesundheit der Beschäftigten.

Was ist Resilienz?

Resilienz ist im Allgemeinen die Fähigkeit, Stress aktiv herunter zu regulieren und damit die eigenen Ressourcen verfügbar zu halten. Im medizinischen Sinne hält sie Lebewesen gesund. Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit bedeutet sie, Krisen zu widerstehen und sogar an ihnen zu wachsen, weil sie schließlich jede Menge Lernstoff bieten. In gewisser Weise verfügt jeder Mensch über eine gewisse Resilienz, allerdings gibt es bedeutende Unterschiede. Es existiert die Annahme, dass Personen besonders resilient sein können, wenn sie schon viele Krisen mehr oder minder erfolgreich bewältigt haben, darunter auch als sehr bedrohlich empfundene Krisen in ihrer Kindheit. Das ist allerdings kein Selbstläufer, Menschen können an Krisen auch zerbrechen.

Im psychologischen Sinne tendieren sie dann künftig viel eher zu Vermeidungsstrategien und stellen sich neuen Herausforderungen eher nicht. Wenn nun die Resilienz eines Individuums schon sehr komplexen Einflüssen unterliegt und sich höchst unterschiedlich entwickeln kann, muss das für Teams noch viel eher gelten. Hier interagieren schließlich mehrere Personen miteinander, die für sich unterschiedlich resilient sind und darüber hinaus anspruchsvolle und wechselnde Arbeitsaufgaben erledigen müssen. Diesem anspruchsvollen Thema widmet sich das Buch von Brigitte Hettenkofer „Team-Resilienz: Das Geheimnis robuster, optimistischer und lösungsorientierter Teams“.

Team-Resilienz richtig verstehen

Es leuchtet ein, dass sich eine Team-Resilienz nicht ohne Weiteres herstellen lässt. Wie die Autorin richtig anmerkt, ist sie mehr als die Resilienzsumme der Teammitglieder. Es gibt in sehr vielen Teams einzelne hyperresiliente Personen, die von schwachen Teammitgliedern umgeben sind, diese aber nicht unbedingt stützen, sondern schlimmstenfalls unterwerfen und möglicherweise (wenn es mehr als eine Person ist) untereinander dauerhaft um die Führung konkurrieren. Würden wir nun die Summe der einzelnen Resilienzen aufaddieren, könnte diese sehr hoch sein, dem Team aber nichts nutzen, weil sich dort eine destruktive Stimmung breit macht. Es ist also nicht nur wichtig, das Phänomen der individuellen Resilienz zu verstehen, sondern auch, die Funktionsweise von Teams zu untersuchen. Effiziente Teams zeichnen sich durch bestimmte Eigenschaften aus, die auch ohne Betrachtung der Resilienz bedeutsam sind:

  • Die interne Hierarchie („Hackordnung“) ist klipp und klar geregelt, die Rollen sind verteilt. Dazu gehört auch, dass die Führungsrolle der Teamleiterin / des Teamleiters uneingeschränkt anerkannt wird.
  • Das Team strukturiert seine Kooperation ausgezeichnet und bewältigt daher die anstehenden Arbeitsaufgaben optimal.
  • Es verfügt über einen hohen Grad an Selbstorganisation und benötigt daher nur selten Anweisungen „von oben“.
  • Lösungen findet es agil, flexibel und kreativ, weil sich alle Teammitglieder an der Lösungsfindung beteiligen.
  • Im Team gibt es – unabhängig von der tagesaktuellen Aufgabenstellung – gemeinsame Werte, Ziele und Spielregeln. Letztere hat das Team selbst entwickelt.
  • Durch diese Voraussetzungen herrscht im Team ein „Wir-Gefühl“.

Elemente

Diese Elemente gelten für alle erfolgreichen Teams, die langjährig bestehen, aber auch temporäre Projektteams sein können. Team-Resilienz entsteht dadurch, dass einzelne Mitglieder des Teams an diesen Grundfesten auch in einer Krise nicht rütteln. Nun ist es wichtig zu verstehen, dass sich diese Resilienz genau wie die individuelle Resilienz entwickeln muss. Wenn es nämlich keine Probleme gibt, ist es relativ einfach, gut miteinander auszukommen. Erst die Krise zeigt, wie etabliert die interne Struktur, die Spielregeln, die Werte und Ziele im Team wirklich sind. Es wird immer jemanden im Team geben, die/der in der Krise daran Zweifel anmeldet. Ein gutes Team fängt diese Person auf und überzeugt sie davon, am etablierten Status festzuhalten. Wenn das gelingt, hat es die Team-Resilienz gestärkt. Das Team ist in einer künftigen Krise etwas widerstandsfähiger.

Auswirkungen auf die Arbeitsergebnisse

Resiliente Teams bewältigen ihre Aufgaben besser. Bei praktisch jeder Arbeitsaufgabe gibt es irgendwelche Störungen und Probleme. Mit einer ausreichenden Team-Resilienz werden diese gemeinsam konstruktiv bearbeitet. Jeder übernimmt seine Aufgabe, das Team läuft „wie geschmiert“. Die Kommunikation untereinander funktioniert spannungsarm, was den Informationsaustausch fördert. Nicht zuletzt nehmen resiliente Teams sehr neue Aufgaben an, weil sie sich zutrauen, diese zu bewältigen. Es gibt intern kaum Diskussionen darüber. All das sind Gründe, die Team-Resilienz zu fördern.

Wie lässt sich die Team-Resilienz fördern?

Auch das beschreibt Brigitte Hettenkofer in ihrem Buch „Team-Resilienz: Das Geheimnis robuster, optimistischer und lösungsorientierter Teams“. Der erste Schritt ist die Zusammenstellung des Team mit untereinander kompatiblen Personen. Je nach Branche und Arbeitsaufgaben kann es sich um rein weibliche, rein männliche und gemischtgeschlechtliche Teams handeln, wobei Letztere überwiegend (aber nicht immer) erfolgreicher agieren. Wenn es möglich ist, sollten verschiedene Altersgruppen und Charaktere vertreten sein. Ein weiterer Schritt, der manchmal auch ganz am Anfang steht (0. Schritt), ist die Benennung der Teamleiterin / des Teamleiters.

In welcher Reihenfolge vorgegangen wird, hängt von der Branche und der Aufgabe ab. Für ein temporäres Projektteam bietet es sich durchaus an, zunächst die Teamleiterin / den Teamleiter zu berufen und sie/ihn sich dann das Team zusammenstellen zu lassen. Es ist aber auch möglich, dass die Firmenleitung geeignete Kolleginnen und Kollegen in ein Team beruft und aus ihrer Mitte dann die Leiterin / den Leiter aussucht oder sogar wählen lässt, was ein geschickter Schachzug sein kann. Der nächste Schritt ist die Etablierung der internen Hackordnung, was sehr subtil geschehen kann, aber zwingend mit Stress verbunden ist.

Konfrontation

Der dritte Schritt ist die (bewusste) Konfrontation des Teams mit anspruchsvollen, auch wirklich schwierigen Arbeitsaufgaben und die Beobachtung, wie es diese bewältigt. Stresssituationen sind anschließend auszuwerten. Den Mitgliedern muss klar werden, wie sie diese bewältigt haben. Es kann sich herausstellen, dass wenigstens eine Person, manchmal auch zwei oder drei, nicht ins Team passen. So hart es erscheinen mag: Erfolgreiche Manager entfernen diese Personen aus der Gruppe, die übrigens in eine andere Gruppe durchaus passen können.

Danach folgt die nächste anspruchsvolle Aufgabe und die erneute Analyse. Sollte das Team resilienter geworden sein, wird es künftige Herausforderungen immer besser bewältigen. Die Teamleitung kann die interne Kooperation zusätzlich stärken, indem sie für einzelne Arbeitsaufgaben Subgruppen von Mitgliedern zusammenstellt, die besonders gut „miteinander können“. Ein abschließender Tipp: Erfolgreiche Teams feiern durchaus zusammen ihre Weihnachtsfeier, halten aber ebenso strikt ihr Privat- und Berufsleben überwiegend auseinander.

Über die Autorin

Brigitte Hettenkofer hat ein Diplom in Theologie und arbeitet heute als Business Coach und Resilienztrainerin. Sie trainiert lösungsorientierte Teams und verfügt über eine umfassende Expertise als Neuroimaginations® Coach. Das Thema der Resilienz untersucht sie schon sehr lange. Ihre Erkenntnis: Resiliente Individuen und Teams sind gesünder, leisten mehr und leben glücklicher. Krisen sind für sie keine Katastrophen, sondern Herausforderungen, sie stellen sich ihnen. In ihrer Tätigkeit als Coach hat die Autorin schon viele Teams in stürmischen Zeiten so gestärkt, dass sich deren guter Zusammenhalt weiter festigte.

Als Coach arbeitet Brigitte Hettenkofer schon seit 2006 für Kliniken, Wirtschaftsunternehmen und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung. Ihr eigenes Unternehmen NeuroResilienz gründete sie schon in den frühen 2000er Jahren. Es bietet Trainings, Beratung und Teamentwicklung an. Teams entdecken ihre innewohnende Resilienz und setzen sie in der täglichen Arbeit eins. Brigitte Hettenkofer zeigt ihnen, wie sie gemeinsam auch durch schwerste Stürme navigieren. Ihre langjährigen Erfahrungen gibt sie nun in ihrem Buch „Team-Resilienz: Das Geheimnis robuster, optimistischer und lösungsorientierter Teams“ wieder.

Kundenrezensionen zum Buch von Brigitte Hettenkofer

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Leserinnen und Leser loben das Buch durchweg und bezeichnen es unter anderem als „entlastende und sehr hilfreiche Strategie für Führungskräfte“. Brigitte Hettenkofer schildert eindrücklich, wie in resilienten Teams blitzschnell Entscheidungen getroffen werden und wie diese aus plötzlichen Zwischenfällen mit einer gekonnten Umgehungsstrategie herausnavigieren. Nebenher fangen sie den wütenden Meister ebenso wie die hektische Teilzeitkraft auf, hören ihnen zu und bringen sie wieder in die Spur. Die Anforderungen im Arbeitsalltag wachsen in der Tat immer mehr und schneller. Das schafft für Führungskräfte eine doppelte Herausforderung: Sie benötigen für sich selbst ein ausgezeichnetes Zeit- und Ressourcenmanagement, müssen dabei emotional stabil bleiben und gleichzeitig ihr Team und die Gesamtaufgabe im Auge behalten. Nur so können sie die Performance bestmöglich steuern.

Managementkompetenz

Das gelingt einerseits mit Managementkompetenz, doch es braucht auch die Fähigkeit, die Stimmungslage im Team zu erfassen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf derselben Ebene zu begegnen. Allzu straffe Hierarchien und Zielvorgaben sowie Zeitdruck können dabei oft stören. Der umgangssprachlich als „auf Augenhöhe“ bezeichnete Umgang miteinander schafft die emotionale Basis für Vertrauen, die interne Bindung und damit auch die Team-Resilienz. Wie das gelingen kann, beschreibt Brigitte Hettenkofer in ihrem Buch. Sie geht weit über die konventionelle Mitarbeiterbindung durch finanzielle und strukturelle Anreize hinaus.

Dabei hilft ihr ihre psychologische Expertise, die auch neurologische und systemische Erkenntnisse mit einbezieht. Das Resümee lautet: Echter gemeinsamer Erfolg basiert auf der Gestaltung einer nachhaltigen Arbeitswelt durch psychologische Sicherheit. Aus dieser erwachsen Vertrauen und Widerstandsfähigkeit, mithin die Team-Resilienz. Diese schafft wiederum innere Beständigkeit und gleichzeitig viel Flexibilität für die anstehenden Aufgaben. Noch eine weitere Erkenntnis nehmen die Leserinnen aus Brigitte Hettenkofers Buch „Team-Resilienz: Das Geheimnis robuster, optimistischer und lösungsorientierter Teams“ mit.

Wenn ein Team wirklich resilient ist, kann es viel besser einen geeigneten Haltungs- und Verhaltenskodex entwickeln. Es entsteht intern eine Kultur mit Orientierung gebenden Werten. Diejenigen Führungskräfte, die sich permanent unter Druck fühlen, weil sie in ihrem Team tagtäglich für die Motivation sorgen müssen, finden mit diesem Buch die ersehnte Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Schaffung einer konstruktiven Teamatmosphäre. Bekanntlich gilt diese als substanzieller Baustein für effiziente Ergebnisse. Managerinnen und Manager, die sich angesichts permanenter Ungewissheit und unvorhersehbarer Einflüsse täglich fragen, wie sie den Geschäftserfolg sichern sollen, finden in diesem großartigen Ratgeber sehr viele Antworten.

ISBN-10: 3869806788 | ISBN-13: 978-3869806785 | Verlag BusinessVillage, 1. Edition | Erscheinungsdatum: 21. März 2023

5 Kommentare
  1. Brigitte Hettenkofer
    Brigitte Hettenkofer sagte:

    Hallo und guten Tag,
    diese Rezension beschreibt sehr eindrücklich und tiefgehend den Inhalt meines Buches. Vielen Dank fürs Lesen und Schreiben dieser Rezension.

    Resiliente Grüße
    Brigitte Hettenkofer

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  2. Tobias Christian Franke
    Tobias Christian Franke sagte:

    „Team Resilienz“ von Brigitte Hettenkofer ist ein Buch, das uns lehrt, wie Teams mit unerwarteten Situationen umgehen und lösungsorientiert handeln können, um handlungsfähig zu bleiben. Hettenkofer zeigt uns, dass Team-Resilienz keine Selbstverständlichkeit ist und täglich gepflegt werden muss, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Mit Strategien, Übungen und dem Konzept der psychologischen Sicherheit unterstützt das Buch die Entwicklung von starken und widerstandsfähigen Teams, die stürmische Zeiten erfolgreich meistern und gestärkt daraus hervorgehen können. Brigitte Hettenkofer ist eine erfahrene Beraterin und Trainerin, die Teams dabei unterstützt, ihre innere Kraft und Resilienz zu entfalten und inspiriert sie, gestärkt durch Herausforderungen zu gehen und eine resilientere Zukunft zu schaffen.

    Das Buch ist im März 2023 erschienen und richtet sich an Teams und Teamleiter, die ihr Resilienzpotenzial stärken und widerstandsfähiger werden möchten. Es ist für Menschen konzipiert, die in der Arbeitswelt tätig sind und in einem Team arbeiten. Das Buch bietet Strategien, Übungen und Konzepte, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen von Teams zugeschnitten sind. Es ist sowohl für erfahrene Teammitglieder als auch für Neueinsteiger geeignet, die ihre Zusammenarbeit verbessern und schwierige Situationen erfolgreich bewältigen möchten.

    „Team Resilienz“ hat mir aufgrund seiner praktischen Ansätze, Strategien und Übungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Teams zugeschnitten sind, sehr gut gefallen. Es bietet einen umfassenden Leitfaden, um die Resilienz in Teams zu stärken und eine positive Veränderung im Teamalltag zu bewirken. Das Buch vermittelt das Wissen und die Werkzeuge, um schwierige Zeiten zu bewältigen und gestärkt daraus hervorzugehen, was für viele Leser inspirierend und motivierend sein kann. Von mir eine klare Kaufempfehlung!

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  1. […] achtsame Führungskräfte und Mitarbeiter nicht nur produktiver sind, sondern auch kreativer und resilienter. Achtsamkeit fördert Klarheit, Mut und Entscheidungsfreude – Fähigkeiten, die in der heutigen […]

  2. […] Grenzen der Technik und dem Fortschritt auf Kosten der Umwelt, der Komplexität der Gesellschaft, Resilienz und dem Zweck von Innovationen in der immer komplexer werdenden Gesellschaft. Das Buch ist […]

  3. eTrado - sagt:

    […] vorliegenden Buch hat sie diverse Geschichten beitragen. Sie beschreiben die Eigenverantwortung von Teams, das Überwinden der eigenen Schreibblockade, das virtuelle Erlebnislernen, die gegenseitige […]

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