Monddaten

Ein Mond ist ein Himmelskörper der einen Planeten in einem Sonnensystem umkreist

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Raumsonde Stardust - Staubteilchen von jenseits des Sonnensystems identifiziert!

Raumsonde Stardust

(2014) Das Weltall, unendliche Weiten, fremde Planeten und eine nicht unerhebliche Anzahl ungelöster Geheimnisse werden wohl niemals gänzlich zu ergründen sein. Seit Jahrtausenden beschäftigt sich die gesamte Menschheit mit fernen Galaxien, wobei selbst die Filmindustrie diesem Mythos unendlicher Weiten verfallen zu sein schien, denn zahlreiche Blockbuster wie "Transformers", "Krieg der Sterne" oder "Raumschiff Enterprise" stößt hierbei in völlig neue Welten vor, welche niemals ein Mensch zuvor gesehen hatte. Jules Verne gilt auf diesem Gebiet als Pionier derartiger Fantasieromane, welche zum Teil sogar verfilmt wurden. Bis zum heutigen Tag ist der Bann nahezu ungebrochen, wenn es darum geht, geheimnisvolle Wesen auf die Leinwand zu bringen, welche sowohl in friedlicher wie auch kriegerischer Absicht Kontakt zur Erde aufnehmen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Erfolgsserie "Failling Skies" in denen eroberungslustige Aliens versuchen die Menschheit nahezu auszurotten, doch mit der Aufopferungsbereitschaft und dem Kampfgeist unserer Rasse hatten diese Monster wohl eher nicht gerechnet. Hier nutzt auch keine technische Überlegenheit etwas, denn mit ausgefeilten Strategien und primitiven Waffen stellen sich die Menschen ihren Gegnern.

Doch nun verlassen wir diese Welt der Filmindustrie fürs Erste, denn so aufregend und spannend diese auch erscheinen mögen, die Realität holt uns immer wieder ein. Nun ist es Wissenschaftlern doch tatsächlich gelungen eine Vielzahl rätselhafter Staubteilchen zu identifizieren. Eine echte Premiere, welche acht Jahre nach erfolgreicher Rückkehr der Raumsonde "Stardust" zur Erde analysiert und präsentiert wurde. Mit Unterstützung Zehntausender Menschen aus allen Teilen der Welt konnten diese Staubteilchen überhaupt erst aufgespürt werden. Damit wurde es Wissenschaftlern überhaupt erst möglich gemacht neuzeitliche interstellare Staubteilchen hier auf der Erde genauer untersuchen zu können. Nach Aussagen von Peter Hoppe vom anerkannten Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz hatte die ausführliche Analyse der insgesamt sieben Partikel gezeigt, dass der aufgenommene Partikelstaub weitaus vielfältiger ist, als ursprünglich angenommen worden ist. Diese Ergebnisse präsentierte Andrew Westphal von der anerkannten University of California der Öffentlichkeit.

Die im Jahre 1999 gestartete Raumsonde "Stardust" hatte diese Staubteilchen während ihrer Mission einsammeln können und mit deren Rückkehr im Jahre 2006 Wissenschaftlern zugänglich gemacht. Hierzu hatten Experten der Raumfahrtbehörde gemeinsam mit Wissenschaftlern einen Partikelsammler in der Form eines tennisschlägergroßen Gitters an der Oberfläche der Raumsonde angebracht. Hierbei waren die Streben des Gitters mit Aluminiumfolie umwickelt worden und die Zwischenräume wurden mit einem speziellen Glasschaum ausgefüllt. Dieser Glasschaum war in der Lage die mitgebrachten Staubteilchen sprichwörtlich einzufangen. Bisher konnten die Wissenschaftler ganze sieben Staubteilchen entdecken, wobei vier aus der Aluminiumfolie und drei aus dem Glasschaum entnommen wurden. Laut Analysen der Forscher konnte in drei dieser Staubteilchen ein erheblicher Anteil an Schwefel nachgewiesen werden und somit Behauptungen zahlreicher Astronomen widersprochen werden konnte. Diese behaupteten, dass sich in keinem der Staubteilchen Anteile an Schwefel feststellen lassen werden. Das Besondere an diesen Partikeln ist es, dass diese ungewöhnlich leicht waren.

Doch es gibt noch weitere Hoffnungen vonseiten der Wissenschaftler, denn noch längst sind nicht alle Bestandteile der Alufolien bzw. Des Glasschaumes nach Staubteilchen abgesucht worden. Könnte also durchaus möglich sein, dass uns noch weitere Überraschungen bevorstehen und vielleicht einen eindeutigen Nachweis erbringen, um anderes Leben nachweisen zu können. So erwartet das Forscherteam um Andrew Westphal noch eine Vielzahl derartiger Staubpartikel, welche unter anderen wichtige Erkenntnisse zur Entstehung unseres Sonnensystems liefern könnten. Vielleicht sind wir ja doch nicht allein im Sonnensystem und dürfen in absehbarer Zeit mit einem unvorhergesehenen Besuch anderer Lebewesen rechnen? Wenn ja, dann bleibt zu hoffen, dass diese in friedlicher Absicht unseren Blauen Planeten erkunden wollen.

Aber noch ist es nicht so weit und weitere Untersuchungen bringen eventuell weitreichende Erkenntnisse, um eindeutige Prognosen abgeben zu können. Ist schon spannend, denn keiner weiß, welche Geheimnisse uns in Zukunft noch erwarten. Eines ist jedoch ganz sicher, die Rätsel des Weltalls werden auch in einhundert Jahren nicht gelöst sein. Denn allein beim Vernehmen des Wortes "unendlich" gehen die Vorstellungen der Menschen in Dimensionen, welche mit normalem Menschenverstand nicht nachvollziehbar sind. Diese Erkenntnisse bieten jedoch reichliche Anregungen für die Filmemacher Hollywoods und sicherlich wird uns in absehbarer Zeit eine Vielzahl neuer Blockbuster in Atem halten!