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Raumsonden Mangalyaan aus Indien und Maven aus den USA

Raumsonden Mangalyaan aus Indien und Maven aus Amerika

(2014) Ende September 2014 haben gleich zwei Raumsonden nach monatelangem Flug die Umlaufbahn des Mars erreicht. Kurze Zeit später sendeten die Raumsonden "Mangalyaan" aus Indien und "Maven" aus Amerika die ersten Bilder zur Erde.
Am 18.November 2013 schickte die amerikanische Rumfahrtbehörde ihre Marssonde "Maven" auf die Reise zum Mars. Nach zehn Monaten erreichte die " Mars Atmosphere and Volatile Evelution (Maven)" am 22.September 2014 um 3:50 Uhr MESZ den roten Planeten. Mit dem zünden von sechs kleinen Antriebsdüsen wurde die Raumsonde stabilisiert und die Geschwindigkeit soweit gedrosselt, dass die Maven von der Anziehungskraft des Mars erfasst werden und so in die elliptische Umlaufbahn gebracht werden konnte. Von diesem Zeitpunkt an sollte die Sonde den Planeten für ein Jahr alle 35 Stunden umkreisen.

Die Aufgabe der Raumsonde Maven besteht unter anderem in der Erfassung der atmosphärischen Struktur des Planeten und der Klärung der Frage, was mit dem früher existierenden Wasservorkommen geschehen ist. Die Wissenschaftler der Nasa gehen davon aus, dass bei bestehenden Wasserstellen zumindest Mikroorganismen gelebt haben könnten. Zudem erhofft sich die NASA über die Untersuchungsergebnisse Informationen über die Geschichte des Mars und seine Entwicklung zu erhalten. Vor allem an der Klimaentwicklung ist die NASA sehr interessiert, da so wichtige Erkenntnisse für einen bemannten Raumflug und die potenzielle Bewohnbarkeit des Mars gewonnen werden können. Ganze 670 Millionen Dollar (rund 500 Millionen Euro) haben die Amerikaner in das Projekt investiert.

Weit weniger hat die gleichzeitig gestartete indische Mars-Mission gekostet. Mit einem Kostenaufwand von nur 60 Millionen Euro haben die indischen Wissenschaftler das Unmögliche möglich gemacht. Kurz nachdem die amerikanische Sonde den Mars erreichte hat, traf auch die Mangalyaan aus Indien ein. Während in den USA das Mars-Projekt der NASA nur wenig Aufmerksamkeit in der Bevölkerung fand, wurde der Flug der Mangalyaan in Indien von der Öffentlichkeit interessiert verfolgt. Mit dem Eintauchen der indischen Sonde in die Umlaufbahn des Mars, hat die Raumfahrtbehörde ISRO Geschichte geschrieben, denn nach den missglückten Versuchen der Japaner und Chinesen ist es den Indern als einziges asiatisches Land gelungen zum Mars zu fliegen.

Doch die Mission ist für Indien nicht nur wegen dem Prestige von Bedeutung. Die indischen Wissenschaftler sind ebenso wie die amerikanischen Kollegen an der Erforschung des Planeten interessiert. Dennoch werden Stimmen laut, die den Sinn des Mars-Unternehmens in Frage stellen. In Indien herrscht große Armut. Daher hält ein Teil der Bevölkerung die Mission des Weltraumzentrums in Bangalore zum jetzigen Zeitpunkt für falsch. Dennoch sehen die meisten Inder den Flug zum Mars doch eher als eine Frage der Ehre.